Mineralstoffe

Eine Übersicht der Mineralstoffe finden Sie hier

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Kationen

Natrium (Na)
 
Fakten zu Natrium

Natrium reagiert mit Sauerstoff und Wasser und kommt daher in reiner Form nicht vor. Es handelt sich aber um eines der wichtigsten Bioelemente95 außerhalb unserer Körperzellen.

Vorkommen

Unsere Nahrung enthält zum Teil sehr viel Natrium. Der Gehalt ist aber von Nahrungsmittel zu Nahrungsmittel unterschiedlich. Viele industriell gefertigte Nahrungsmittel enthalten zum Teil erhebliche Mengen von Natrium; in Fertigprodukten kommen häufig versteckte Salze vor.

Täglicher Bedarf

Es sollten nicht mehr als 5g Natrium pro Tag zugeführt werden. DGE-Empfehlungen für den täglichen Bedarf an Natrium:

  • Säuglinge und Kleinkinder 100–180mg
  • Kinder und Jugendliche 300–550mg
  • Erwachsene 550mg
Versorgungssituation

Da unsere Ernährung zu viel Natrium enthält, tritt weniger ein Mangel als vielmehr ein Überschuss auf.

Überdosierung

Die Symptome einer Überdosierung sind:

  • Austrocknung der Haut und Schleimhäute,
  • Übererregbarkeit der Muskulatur,
  • Erbrechen und Durchfall,
  • Schwindel, Benommenheit und Bewusstseinstrübung,
  • Herzstörungen.
Welche Folgen hat ein Natrium Mangel

Mängel können bei Nierenerkrankungen und Magen-Darm-Störungen auftreten. Ein Natriummangel äußert sich durch:

  • Müdigkeit,
  • Teilnahmslosigkeit, fehlende Antriebskraft,
  • Verwirrtheit, verminderte Leistungsfähigkeit wie z.B. ein Kurzzeitgedächtnis,
  • Bewusstlosigkeit,
  • Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, fehlender Durst,
  • niedriger Blutdruck, Kollapsneigung, hoher Puls,
  • Muskelkrämpfe, verminderte Harnausscheidung.
Überdosierung

Die Symptome einer Überdosierung sind:

  • Austrocknung der Haut und Schleimhäute,
  • Übererregbarkeit der Muskulatur,
  • Erbrechen und Durchfall,
  • Schwindel, Benommenheit und Bewusstseinstrübung,
  • Herzstörungen.
Einsatzgebiete
  • Stoffwechsel: 90% des Natriums befinden sich außerhalb der menschlichen Zellen. Natrium beeinflusst den Säure-Basen-Haushalt und ist von entscheidender Bedeutung bei der Aufnahme von Aminosäuren und Zucker. Die Übertragung von Nervenimpulsen zwischen den Zellen sowie die Muskelentspannung sind ebenfalls natriumabhängig. Zudem ist Natrium an der Regulierung des Blutdrucks beteiligt. Die jahrelang und auch noch heute vertretene  Ansicht, salzreiche Kost würde den Blutdruck erhöhen, ist nicht haltbar. Natrium wirkt zwar blutdrucksteigernd, doch nach einer Salzreduktion sank der Blutdruck nur bei einem Viertel der Patienten – und dies waren die sogenannten salzempfindlichen Menschen. Entscheidend für die Vorbeugung eines hohen Blutdrucks ist das Aufnahmever-hältnis von Natrium und Kalium. So stellte man bei Japanern, die sich besonderssalzreich ernähren, im Zusammenhang mit einem steigenden Natrium-Kalium-Quotienten auch einen Anstieg des Blutdrucks fest.
Kalium (K)

Fakten zu Kalium

Kalium ist das dritthäufigste Element im Körper. Es reagiert stark mit Sauerstoff und Wasser und mehr als 90% des Minerals wird im oberen Dünndarm aufgenommen.

Vorkommen

Kalium ist weit verbreitet und findet sich vor allem in pflanzlichen Nahrungsmitteln.

Täglicher Bedarf

Die tägliche Zufuhr, die durchschnittlich zugeführt wird, liegt in Deutschland bei 2,5g pro Erwachsenen. Im Allgemeinen wird dabei Kaliumcitrat im Magen besser vertragen als Kaliumchlorid.

  • Säuglinge und Kleinkinder 400-650 mg
  • Kinder und Jugendliche 1000-1900 mg
  • Erwachsene 2000 mg

Versorgungssituation

Bei einer ausgewogenen Vollwerternährung ist mit einem Kaliummangel nicht zu rechnen. Aufgrund der ausreichenden Zufuhr tritt er in Deutschland deswegen für gewöhnlich nicht auf.

Welche Folgen hat ein Kalium Mangel

Durch lang anhaltenden Durchfälle, häufigem Erbrechen, extremen Schwitzen, hohem Alkoholkonsum, bei dauerhaften Gebrauch von Abführmitteln und weitere, kann es zu einem Kalium Mangel kommen.

Ein Kalium Mangel äußert sich durch:

  • Muskelschwäche oder Muskellähmung,
  • Müdigkeit und Teilnahmslosigkeit,
  • Übelkeit und Erbrechen,
  • Appetitlosigkeit,
  • Verstopfung,
  • verminderte Darmbewegungen bis zum Stillstand und Darmverschluss,
  • verminderte Sehnenreflexe,
  • Herzmuskelschwäche, Herzrhythmusstörungen, Herzvergrößerung,
  • hoher Puls,
  • Atemnot und Blaufärbung der Haut.

Überdosierung

Kommt es zu einer Überdosierung, können folgende Symptome auftreten:

  • Herzrhythmusstörungen bis hin zu Kammerflimmern,
  • Schwäche,
  • Ohrgeräusche,
  • Kribbeln,
  • Angst sowie Verwirrtheitszustände.

Einsatzgebiete

Zellstoffwechsel:

Kalium spielt eine wichtige Rolle im Zellstoffwechsel. Da Kalium ein Gegenspieler von Natrium ist, erfüllen sie zusammen wichtige Funktionen:

  • Regulation des Wasserhaushaltes und des osmotischen Drucks,
  • Aufrechterhaltung des Säure-Base-Gleichgewichts,
  • Muskelkontraktion und Nervenreizleitung,
  • Erregbarkeit des Innenohrs,
  • Eiweißbildung,
  • Aktivierung verschiedener Enzyme,
  • Gewährleistung des Ruhepotenzials der Zellen.

Herz:

Eine Kaliumgabe empfiehlt sich bei Bluthochdruck und Herzrhythmusstörungen. Die Zufuhr sollte in Kombination mit Magnesium erfolgen.

Darm:

Kalium regt die Darmtätigkeit an. Es hilft bei Verstopfung und kann Verluste infolge von Abführmittelmissbrauch ausgleichen sowie die Darmperistaltik anregen.

Ödeme:

Kalium empfiehlt sich bei Wassereinlagerungen im Gewebe, da e zu einer Verbesserung des Natrium-Kalium-Verhältnisses und der Flüssigkeitsbilanz kommt.

Weitere Einsatzgebiete:

Kalium wird empfohlen bei Verbrennungen und hohem Alkoholkonsum.

 

Kalzium (Ca)
Fakten

Kalzium ist der mengenmäßig wichtigste Mineralstoff im Körper. Der Körperbestand eines Erwachsenen liegt bei 2% des Körpergewichts. 99% des gesamten Kalziumbestands sind im Skelett gespeichert. 20% des Skelettgesamtvolumens besteht aus mineralisierter Knochensubstanz, wovon 50% aus Kalziumphosphat bestehen. Die übrigen 80% des Skelettvolumens machen Hohlraumsysteme und Markräume aus.

Obwohl nur 1% des gesamten Kalziumbestands gelöst im Gewebe vorkommt, übernimmt Kalzium essenzielle Aufgaben im gesamten Organismus. In Nahrung eingebettetes Kalzium muss durch die Verdauungssäfte freigesetzt werden.

 

Vorkommen

Kalziumreiche Nahrungsmittel sind Milch, Milchprodukte, Sesamsamen, Soja-bohnen, Hülsenfrüchte, Nüsse, Vollkornprodukte, Weizenkeime, Haferflocken, Petersilie und grünes Gemüse wie z.B. Spinat, Brokkoli, Mangold, Fenchel und Grünkohl.

 

Versorgungssituation

Kalzium gehört zu den Mineralstoffen, bei denen am häufigsten ein Defizit festgestellt werden kann. Neben älteren Menschen sind laut Ernährungsbericht98 jedes dritte Kind, jeder vierte Jugendliche und jede fünfte Frau mit Kalzium unterversorgt. So wurde in der Nationalen Verzehrstudie von 1985 bis 1989 mit 23 000 Teilnehmern festgestellt, dass 65% der Erwachsenen täglich weniger als 800mg Kalzium zu sich nehmen, in drei großen französischen Studien zeigte sich, dass 20% der Männer und 30% der Frauen nicht die Minimalwerte für Kalzium aufwiesen, und in Österreich99 werden im Durchschnitt nur 90% der DGE-Empfehlungen für Kalzium erreicht.

Täglicher Bedarf

Aufgrund seiner Bedeutung im Zusammenhang mit der Entwicklung einer Osteoporose wird viel Wert auf eine optimale Kalziumzufuhr gelegt. Organisch gebundenes Kalzium (Gluconat, Aspartat, Citrat, Chelatformen) besitzt dabei meist eine höhere Verwertbarkeit als die nichtorganischen Formen (Karbonat, Phosphat, Sulfat). Der tägliche Bedarf des Kalziums schwankt zwischen 0,8 und 1,2 g.

Welche Folgen hat ein Mangel

Eine wesentliche Ursache für die Häufigkeit des Kalziummangels ist die kalziumarme Kost, die sich dadurch erklärt, dass der Verzehr von Milch und Milchprodukten sowie von kalziumreichem Gemüse rückläufig ist. Dahingegen werden immer mehr phosphat- und oxalhaltige Nahrungsmittel verzehrt, wie die vielen beliebten Soft- und Energydrinks. Aber auch Wurst- und Schmelzkäsesorten enthalten den Kalziumaufnahmehemmer Phosphat, während in Schokolade, Kakao und Nuss-Nougat-Brot- aufstrichen der Kalziumaufnahmehemmer Oxal zu finden ist. Auch Nahrungsmittel wie Fett, Kaffee, Tee und Getreide vermindern durch die Bildung von Phytaten, also Salzen, die Aufnahme von Kalzium in den Körper. Zudem führen Fehler bei der Zubereitung zu einer verminderten Kalziumaufnahme. So reduziert sich durch langes Wässern und Kochen der Gehalt an Kalzium und anderen Mineralstoffen um bis zu 70%. Darüber hinaus führt eine längerfristig ballaststoffreiche Ernährung zu einer verminderten Kalziumaufnahme, und Alkohol fördert die Kalziumausscheidung und führt so ebenfalls zu einer Kalziumverarmung des Körpers. Weitere Ursachen für einen Kalziummangel sind:

  • Reduktionsdiäten, wobei diese Diäten zu 80% von Frauen durchgeführt werden,
  • verminderte Magensäurebildung, vor allem im Alter, aber auch durch die verminderte Östrogenproduktion nach den Wechseljahren,
  • verminderte Vitamin-D-Bildung.

Ein Kalziummangel kann akut sein, aber auch chronisch verlaufen. Bei einem akuten Mangel kommt es zu folgenden Symptomen:

  • Tetanie mit Muskelkrämpfen, vor allem der Mittelhand- und Mittelfußmuskulatur, die sogenannte Pfötchenstellung,
  • Kribbeln in den Finger- und Zehenspitzen sowie um den Mund herum,
  • depressive Verstimmung.

Ein chronischer Kalziummangel verläuft hingegen ohne Symptome, weswegen ein leichtes Defizit oft übersehen wird. Die Folgen eines solchen Kalziummangels aber sind:

  • gesteigerte Nervenerregbarkeit,
  • erhöhte Krampfneigung,
  • Herzrhythmusstörungen,
  • Osteoporose,
  • Rachitis.

 

Überdosierung

In 90% der Fälle liegt bei einer Überdosierung eine Tumorerkrankung oder eine

Nebenschilddrüsenüberfunktion vor. Die Symptome sind:

  • allgemeine Schwäche und leichte Ermüdbarkeit,
  • Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen und Gewichtsverlust,
  • Verstopfung, gesteigerter Durst, vermehrte Harnausscheidung,
  • Austrocknung der Haut und Schleimhäute.

In starken Fällen kann es zur Bewusstseinstrübung oder Bewusstlosigkeit kommen.

Einsatzgebiete
  • Knochen
  • Zellen:
  • Allergien:
  • Anti-Krebs-Wirkung
  • Zähne
  • Gynäkologie
  • Bluthochdruck
  • Weitere Anwendungsgebiete: Kalzium wird empfohlen bei Muskelverspannung, Aktivierung der Blutgerinnung, Vitamin-D-Mangel.
Magnesium (Mg)

 

Fakten zu Magnesium

Magnesium ist physikalisch dem Zink sehr ähnlich. Es ist für den Menschen lebensnotwendig und muss mit der Nahrung zugeführt werden. Unter normalen Bedingungen werden ca. 35–55% des Magnesiums über die Nahrung aufgenommen, wobei diese Quote bei Bedarf auf 75% gesteigert oder auf 25% abgesenkt werden kann. Der Gesamtbestand im Menschen beträgt 24–28 g, wovon etwa 17g im Knochen gespeihert sind. Bei Bedarf können bis zu 40% des Magnesiums aus dem Knochen mobilisiert werden. 1% des Magnesiums befindet sich außerhalb der Zellen, im Blutplasma, die übrigen ca. 11g kommen in Muskelzellen, im Weichteilgewebe, in der Leber und den roten Blutkörperchen vor. Ausgeschieden wird das aufgenommene Magnesium hauptsächlich über die Nieren, ein geringer Teil aber auch über den Stuhl und den Schweiß. Nicht aufgenommenes Magnesium wird ebenfalls mit dem Stuhl ausgeschieden. Bei einem erhöhten Bedarf kann der Mineralstoff aus dem Harn zurückgeführt werden.

Vorkommen

Reich an Magnesium sind Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Sojabohnen, Hefe und Nüsse. Hitliste magnesiumreicher Nahrungsmittel:

  • Nahrungsmittel Magnesiumgehalt (mg/100g)
  • Naturreis, Gerste 160
  • Sojamehl 245
  • Sonnenblumenkerne 420
  • Weizenkleie 580–600
  • Weizenvollkornbrot 80–100

Der Magnesiumgehalt in den Böden hat sich in den letzten Jahren stark verringert, da die Mineralstoffe immer tiefer sinken, während in den oberen Schichten vorwiegend unerwünschte Schwermetalle zu finden sind. Dadurch verringert sich die Magnesiumaufnahme der Pflanze. Der niedrige pH-Wert des Bodens sowie die Anreicherung von Kalium und Kalzium aufgrund falscher Düngung führen zu einer zusätzlichen Verringerung. Leidtragende sind zunächst die Wiederkäuer, aber auch der Mensch, der am Ende der Nahrungskette steht, merkt den niedrigen Magnesiumgehalt, den er durch lebensmittelchemische Prozesse noch weiter verringert.

 

Versorgungssituation

Leichte Mangelzustände sind, wie oben beschrieben, weitverbreitet. Drei große französische Studien ergaben, dass 60% der Männer und 80% der Frauen den Minimalbedarf an Magnesium nicht durch die Nahrung deckten, und in Österreich erreichten im Durchschnitt 50% der Österreicher nicht die Empfehlungen für Magnesium. Ein stark ausgeprägter Magnesiummangel ist hingegen selten und kommt häufiger nur bei Senioren in Altersheimen aufgrund der vitalstoffarmen Nahrung dort vor. So konnte bei 36% der Heimbewohner eine Unterversorgung mit Magnesium festgestellt werden. Magnesiumdefizite gehen meist mit einem Mangel an anderen Elektrolyten einher.

 

Welche Folgen hat ein Magnesium Mangel

Symptome des Magnesiummangels sind:

  • Lustlosigkeit, Depression und rasche Ermüdbarkeit
  • Muskelschwäche und Krampfneigung
  • herabgesetzte Sehnenreflexe
  • Gefühlsstörungen in Armen und Beinen
  • Bluthochdruck und/oder Herzschmerzen bei Belastung
  • verstärkte Herzbeschwerden und Rhythmusstörungen
  • erhöhte Lactatwerte bei Sportlern
  • Störungen der Regelblutung und verstärkte Wechseljahresbeschwerden bei Frauen.
Magnesium Einsatzgebiete
  • Stoffwechsel: Von entscheidender Bedeutung ist Magnesium für den Insulin-,Kohlenhydrat- und Glukosestoffwechsel.
  • Enzymaktivität:
  • Nervensystem:
  • Knochen:
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Weitere Anwendungsgebiete: Magnesium wird empfohlen in der Schwangerschaft und Stillzeit, im Wachstum, bei vorzeitigen Wehen, einseitiger Ernährung, Leistungssport, übermäßigem Alkoholkonsum, Darmerkrankungen, Zuckerkrankheit, Muskelkrämpfen, psychischen und neurologischen Störungen, stressbedingtem Hörsturz, Nierensteinen, die durch Kalzium verursacht wurden, erhöhten Blutfetten, Erkrankungen des Nervensystems (z.B. Schlaganfall).

Anionen

Phosphor (P)

Fakten zu Phosphor

Das Element Phosphor ist nach Kalzium mengenmäßig das häufigste Mineral im Körper. Es findet sich mit Kalzium überwiegend im Knochensystem.

Vorkommen

Phosphor kommt praktisch in allen pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln vor.

Der Kalzium- und Phosphatstoffwechsel sind eng miteinander verbunden, und wenn der Phosphoranteil überwiegt, kommt es zu Kalziumverlusten und den damit verbundenen negativen Folgen.

Täglicher Bedarf

  • Säuglinge und Kleinkinder 500-1250 mg
  • Kinder und Jugendliche 1250 mg
  • Erwachsene 700 mg
  • Schwangere 800 mg
  • Stillende 900 mg

Versorgungssituation

Da Phosphor in allen Lebensmitteln vorkommt und zudem die Lebensmittelindustrie viel Phosphor einsetzt, nimmt der Mensch eher zu viel als zu wenig Phosphat mit der Nahrung auf, was zu Kalziumverlusten führen kann.

Welche Folgen hat ein Phosphat Mangel

Ein Phosphatmangel ist höchst selten. Er entsteht nur bei einigen genetischen Stoffwechselerkrankungen. In diesen Fällen kommt es zu einer Beeinträchtigung der Blutbildung, Knochenerweichung, Störungen des Säure-Basen-Haushalts und zu Störungen des Nervensystems. Eine Ergänzung findet daher nur in Ausnahmefällen im Krankenhaus statt.

Überdosierung

Ein Phosphor Überschuss führt leicht zu einem Kalziummangel.

Einsatzgebiete

Energiestoffwechsel:

Phosphor ist an allen energieverbrauchenden Prozessen im menschlichen Körper beteiligt. Es gewährleistet:

  • die Aktivität von Muskeln,
  • alle Wachstumsprozesse,
  • die Sinneswahrnehmung,
  • die Körperwärme.

Säure-Basen-Haushalt:

Phosphat dient der Aufrechterhaltung des Säure-Basen-Haushalts und ermöglicht die Reaktionsfähigkeit diverser Enzymsysteme.

Chlor (Cl)

Fakten zu Chlor, Chlorid

In elementarer Form ist Chlor ein stechend riechendes, desinfizierendes und giftiges gasförmiges Halogen. Als Bioelement gehört es zusammen mit Natrium und Kalium zu den wichtigsten Elektrolyten und wirkt zusammen mit Natrium. Chlorid ist das häufigste Anion in den Flüssigkeiten außerhalb der Zelle (70%).

Vorkommen

1g Speisesalz (NaCl) besteht aus 17mmol Natrium und 17mmol Chlorid.

Täglicher Bedarf

  • Kinder 450-770 mg
  • Jugendliche und Erwachsene 830 mg

Versorgungssituation

Wie bei Natrium ist der tägliche Bedarf mehr als genug gedeckt.

Einsatzgebiete

Zellen:

Die ungleiche Verteilung von Chlor, Natrium und Kalium sorgt in den und außerhalb der Zellen für die Erregungsleitung, wodurch erst die Muskelspannung und die Muskelarbeit ermöglicht werden.

Säure-Basen-Haushalt:

Zusammen mit Natrium und Kalium ist Chlor an der Aufrechterhaltung des Säure-Basen-Haushalts beteiligt. Die drei Stoffe halten die Gewebsspannung aufrecht.

Weitere Einsatzgebiete:

Chlor wird empfohlen bei Erbrechen oder starkem Schwitzen über einen längeren Zeitraum.